Oslo

God kvelt aus Oslo wünschen euch Jana und Kay.

Heute nun den ganzen Tag Fähre (DK-N). Nicht ausgebucht, 90%
"Nordmänner", der Rest ein paar Touri's. Kaum hatte
der TaxFree Laden auf, könnt Ihr raten, wer mit den
Flaschen da wieder raus kam, da kann man nur staunen!
Ich habe die da wie folgt erlebt: saufend und
rauchend.
Unsere Schlaf-Ess und Spielecke konnten wir zum Glück
lange rauchfrei halten, aber als alle Passagiere 2
Stunden vor Ankunft komplett aus ihren Kabinen mußten,
verteilten sie sich auch bei uns überall. Vorbei war
es mit rauchfrei, wie Schlote wurde eine nach der
anderen durchgezogen, ich habe sowas noch nie erlebt.
Echt Wahnsinn!
Am witzigsten waren die älteren "Damen", die alle
Spielautomaten fest im Griff hatten, rechts das
riesige Bierglas, links die Fluppe. An Aschenbechern
mangelte es auch nicht, auf jedem kleinen Tisch
standen gleich 2 davon.
Gegen Abend fuhren wir bei herrlichstem Wetter in den
Hafen von Oslo ein, im Oslofjord fand auch eine
Segelregatta statt, war ein schönes Bild!
Als erstes sieht man den Holmenkollen und später
ankert man genau vor der Altstadt.
Jetzt sind wir im Hotel und morgen früh gehts gleich
los zum Sightseeing.

Jetzt erst mal Schluß und bis denn!
Viele liebe Grüße von Jana und Kay
God dag fra Oslo !
Zum Glück erleben meine Finger ja nicht die Feuersbrunst, die unsere
Füße und Waden momentan erleben, sodaß ich mailtechnisch die beiden
letzten Tage in Oslo zu "Papier" bringen kann.
Erst noch kurz ein Nachtrag zu DK (vorallem für meine
Ellis!): Das dort getrunkene Wasser hieß Fuglsang (klingt
vogtländisch...)und geschmeckt hat es wie die Heilquellen in Bad Elster
(noch vogtländischer...),sehr mineralreich, u.a. auch Glaubersalz, aber
wahrscheinlich in einer sehr geringen Konzentration,denn es entfaltete
seine sonstige Wirkung zum Glück nicht...hihihi !!
Also, zurück nach Oslo: es fing gestern so an...
Morgens grüßte ich an der Rezeption auf norwegisch und mir wurde auf
russisch geantwortet und die Frage an uns gestellt, ob wir zur
russischen Reisegruppe gehören...???????? Wie bitte ???????? Was
läuft hier falsch?? Aber wundert uns das - nein, denn Natascha und
Oleg sind hier neben den üblichen Japanese Jing Jang Jong, die zweit-
größte Touristengruppe. In den 2 Tagen sollten wir noch sehr oft
russisch zu Gehör bekommen. Naja, jedenfalls nach dem Morgenschreck
genossen wir das überaus reichhaltige und voll leckere Frühstück. Ein
Eldorado für uns Brotfreaks, wobei Vollkorn an der Tagesordnung war,
kein Gummiweissbrot. Und alles schön norwegisch, vom Karamellkäse bis
zum Fisch. Danach gleich via Bus in Richtung Innenstadt und mit der
Metro an den Fuß des Berges, auf dessen Spitze sich der Holmenkollen
befindet. Also hochgekraxelt und da es noch früh war, konnten wir
die Aussicht ganz allein genießen. Schon beeindruckend, so nah an der
Schanze zu sein, gleichzeitig merkt man auch wieder, wie Kameratechnik
funktioniert, denn so groß und breit, wie es im TV rüberkommt, ist es
bei weitem nicht. Jetzt im Sommer ist die Spur völlig mit Gras zuge-
wuchert und der Auslauf ist ein See. Wir besuchten das Skimuseum und
kraxelten dann noch den Absprungturm bis zur Absprungsluke hoch. Ich
sage mal so, ich hätte es nicht gleich nochmal machen wollen - stöhn...
Aber die Aussicht super und auch die Erkenntnis, das ich niemals
darunter fahren würde, denn es ist doch steiler als man es im TV sieht.
Bei mittlerweile schon sehr wärmlichen Temperaturen den Berg wieder
runter und in die Stadt gefahren. Dort die Uni und das Schloß von
außen besichtigt, danach zur Altstadt gelaufen und das Nobel-Friedens-
Center besucht. Alles über Alfred Nobel und in einem schönen Raum,
voller Mystik, "erschienen" uns auf Tafeln alle bisher "gekrönten"
Friedensnobelpreisträger. Auch sonst war es sehr interessant.
Als nächstes das Rathaus und davor war eine große Ausstellung eines
Fotografen, mit ausschließlich Fotos von Wildtieren. Aber riesige
Formate, wirklich echt super! Dann zum alten Schloß Akershus, welches
aber leider aus offiziellem Anlass geschlossen hatte. So folgten halt
ein Stadtbummel und ein Bummel am Wasser an der Aker Brygge. Ich sprach
auch einige zusammenhängende Sätze auf norwegisch und wurde verstanden!
Stolz !!! Im Hotel ging dann nur noch duschen und schlafen.
Heute morgen wieder mit dem Bus in die Altstadt und vom Hafen aus ging
die Fähre zur Museumsinsel Bygdoy. Wikingermuseum, Volksmuseum, Kon-
Tiki-museum und Fram-museum beschäftigten uns fast den ganzen Tag.
Das Wetter super und die Museen sehr schön und man hat sich in die
Geschichte des Nordens, Heyerdahls oder Amundsen irgendwie hinein-
gesetzt gefühlt. Also gut gelungen. Wieder zurück in der Stadt, mit
der Metro zum Vigelandspark gefahren. Ein Park mit über 200 Skulpturen
von Gustav Vigeland und mit einem riesigen Monoliten voller Skulpturen.
Abschließend ist zu sagen, das der Oslopass (freier Eintritt und Nah-
verkehr) eine super Investition war und sich bei den vielen Museums-
besuchen, etc. auf jeden Fall rechnet. Oslo ist eine schöne Stadt,
irgendwie wie alle, die am Wasser liegen, finden wir ja immer wieder!
Ganz zum Schluß sei noch erwähnt, das Kay norwegischen
Boden sehr genau der Länge nach vermessen hat...
Aber ausser einer Handballenprellung (schön blau) ist
nix schlimmeres passiert! Vorallem ist die Kamera noch
intakt, da sie geschützt in der Tasche war.....

So, ihr Lieben, morgen geht es ab in die Natur.
Ostwärts, erstmal zum Einkauf nach Schweden und dann
in die elchreichste Gegend in Norwegen.

Ab dann heisst es schön zelten und gutes Wetter bitte!

Tschüßi bis bald(?)
sagen Jana und Kay

Ostnorwegen

Hallo, Ihr zu Hause!
Wir melden uns mal wieder aus der Wilderness Norwegens. Stehen 
gerade in einem Touristencenter wegen dem Internet, damit ihr uns
nicht vergesst….
Nach der Abreise aus Oslo sind wir nach Charlottenberg in Schweden
gefahren zum Einkaufen, hm, lecker Blabaersoppa, Knäckeriesenräder
und Elch+Renwurst. Natürlich auch Riesengläser mit Multebeermarmelade
(waren so billiger, abgesehen davon viel billiger als in Norwegen!)
Auf dem Weg nach Ostnorwegen kamen wir an der Festung in Kongsvinger
vorbei und an einer süßen Zwiebelkirche, die wir beide besuchten.
Ansonsten Natur pur. In Trysil, absolutes Hochgebiet für Elche,
stellten wir uns auf einen Zeltplatz und bauten unser Zelt auf,ging
wesentlich schneller als die Probe im Garten! Alles hier war leer,
keine Rezeption, nichts mehr. Nach und nach kamen noch eine handvoll
Leute mit ihren Wohnwagen. Die sanitären Anlagen zum Glück in einem
sehr guten Zustand. Das Wetter schön sonnig, man denkt nicht, das es
aber eigentlich nur 13°C hier sind. Trotzdem ist es extrem windig.
Gegen Abend wurde es uns zu kalt, um im Zelt zu sitzen, also ab in
die Koje, in der wir nicht froren. Nachts regnete es und es war dann
morgens nur 5°C warm, ziemlich unangenehm. Die Dame des „Hauses“
kam um das Geld einzutreiben,wir ließen das Zelt erstmal stehen und
machten uns auf den Weg zur Touristinfo. Dort erfuhren wir von einem
NP, in dem es auch ein riesiges Elchareal gibt, durch das man gehen
kann und mit Glück Elche sieht. Dieser war allerdings auf der
schwedischen Seite, so daß wir wieder nach Schweden über die grüne
Grenze mussten.Unterwegs nichts ahnend, eine Elchkuh mit Kalb am
Wegesrand, ich voll auf die Klötzer, sie rein in den Wald, Kay
hinterher, im „Abgang“ sind doch noch Fotos entstanden. Wahnsinn!
Die Grenze ist wirklich nur noch grün, eine Schneise kennzeichnet
sie. Am Elchpark sagte uns der „Besitzer“, dass Mo+Die keine
geführten Touren stattfinden und nur so kann man durch das Gelände.
Ich schaute ganz traurig und er meinte dann, das wir für den halben
Preis außen lang dürften und vielleicht so auch Glück haben könnten.
Wir sollten aber oben am Zaun den Strom ausschalten,dann könnten
wir entlanggehen. Naja, gesagt, getan, mit Gummistiefeln ausgerüstet
sind wir losgestapft. Wir mussten nicht lange suchen, die Elche
erschienen uns wie auf dem Präsentierteller. 2 Kühe, 3 Kälber und der
Bulle, alle zusammen am fressen. Dutzende Fotos später zurück und bei
ihm noch Souvenirs gekauft und uns natürlich tausend mal bedankt für
die Extrawurst.
Zurück nach Trysil, Zelt zusammengepackt, der 3 Euro-Anglerstuhl gab
dabei etwas seinen Geist auf- und ab in Richtung Norwegens Mitte.
Hier haben wir uns eine Hütte gemietet, weil es total stürmt und wir
keine Lust zum Zeltaufbau haben. Heute (28.8) wieder strahlender
Sonnenschein bei 12°C. Tagsüber also das perfekte Wetter, aber gegen
Abend wird es schlagartig kalt, Scheibe kratzen morgens inklusive!!!
D.h. erstmal nur Hüttenmietung, denn selbst mir Kältefanatiker sind
5°C abends, bzw. nachts im Zelt zu kalt! Also heute zu einer Schlucht
gewandert, die ein Riese mit einer Axt ins Gebirge geschlagen hat,
so jedenfalls die Sage. Im Gebirge wieder die 3 Beeren gefunden und
gemampft: Blau-Preisel-und Moosbeeren. Leider noch keine Multebeeren
gefunden. Danach kamen wir durch ein totales Kastgebirge oberhalb der
Baumgrenze, alles voller Flechten, sonst menschenleer, aber etwas ganz
anderes und sehr schön. Nun werden wir zu den Erdpyramiden von Otta
kraxeln und dann weiter ins Dovrefjell fahren, dort hoffen wir auf
Moschusochsen.
So, das war’s in Kürze, tschüs bis bald!
Liebe Grüße von Jana und Kay

Mittelnorwegen

Hier kommen wieder ein paar Grüße aus dem Norden! 
Es gefällt uns von Tag zu Tag besser, die totale Abwechslung der Land-
schaften und die schön warmen Hütten, hihi !
In einem Supermarkt in N werden schwedische Multebeeren frisch,
das Kilo für 16 EUR verkauft, echt heftig! Aber generell müsste man
als Vegetarier hier tief in die Tasche greifen, denn Gemüse, wenn
nicht einheimisch, ist sauteuer.
So, zurück zum Bericht:
Immer noch im Gebirge des Dovrefjells, 6 Uhr morgens,Augen auf, Jani
schaut zur Hütte raus – SCHNEEFALL! +1°C, wir schreiben den 29.8.07 !
Wer ist bloß auf die Idee gekommen in der Nachsaison in Norwegen zelten
zu wollen ??? Das muß Kay gewesen sein… hihihi !!!
Naja, aber um 8 Uhr, wenn die Sonne kommt ist es wieder „warm“ mit 12°C.
Wir wollten ursprünglich tiefer ins Dovrefjell, aber leider waren heute
alle Routen gesperrt, somit keine Chance auf Moschusochsen.
So sind wir jetzt auf dem Weg westwärts, in’s Fjordland. Unterwegs
besuchten wir ein riesiges Gräberfeld der Wikinger, die Stabkirche in
Ringebu, eine Schlucht mit reißendem Strom, ein Samencamp (Rentiere
gesehen und Salami davon gekauft + Elchsalami !) Hm, mit Lomper und
Roemme! Später, entlang der Fjorde und hoher Berge (z.T. schneebedeckt)
fing es an zu regnen und unsere Wanderungen zu einigen Wasserfällen
mussten mit Regencape stattfinden. Das Gute an dem Wetter war, das es
überall plötzlich Wasserfälle „regnete“ und die megagroß wurden. Beein-
druckend, auch, wie schnell das geht. Wetterumschwünge sind hier an der
Tagesordnung.
Nun sitzen wir vor einem Hüttchen genau mit Blick auf den Tingvollfjord
und die Sonne scheint wieder. Der Pächter hat uns erzählt, das neben
uns in der Hütte Deutsche wohnen, die jedes Jahr hierher kommen zum
Angeln und das der Mann die riesigsten Fische aus dem Fjord holt
(Bild in der Rezeption hängend – 1,61 m und 21 kg), aber keinem
verrät, in welchen Seitenarm, etc. er fährt.
Morgen werden wir hier in Tingvoll die alte Steinkirche mit Malereien
aus dem Mittelalter und ein Felsenmalereifeld besuchen.
Danach weiter Richtung Kristiansund, an’s Meer.

Bis dahin, liebe Grüße nach Good-Old-Germany
von Jana und Kay

Fjordland

Med vennlig hilsen til Tyskland!
Heute ist Freitag, der 31.8.07 (musste ich allerdings erst nachgucken –
Urlaubsamnesie!) und ich nutze die frühen Morgenstunden bei aufgehender
Sonne mit einem Traumblick aufs Meer (dazu später), um zu schreiben.
Gestern morgen fuhren wir also eine Stichstrasse in die Fjordberge,
die totale Einsamkeit, bis zu einem „Parkplatz“, von wo aus der Weg zu
den Felszeichnungen starten sollte. Da es nass und glitschig war, ent-
schlossen wir uns die Gummistiefel anzuziehen, obwohl das die schlecht-
este Wahl zum Wandern oder klettern ist. Dazu stand auf der Hinweistafel,
dass der Weg sehr steil und unwegsam ist, aber wir wollten es in dem
schicken Schuhwerk probieren. Nun, die Tafel hatte keinesfalls gelogen,
wir mussten an den Steilhängen auf einem schmalen Pfad über glitschige
Wurzeln und Riesensteine kraxeln. Dann kamen wir an eine Stelle, genau
am Abhang, die nur mit einem Seil gesichert war, es gab keinen Weg mehr.
Da haben wir uns doch kurz überlegt, wann findet uns wohl hier einer,
wenn wir abstürzen?? Das Seil war auch feucht, aber unsere einzigste
Lebenversicherung, also ich betete nur, das es halten möge. Irgendwann
siegte doch die Abenteuerlust und wir versuchten es und ich dachte nur,
wenn das unsere Eltern sehen würden, vorallem aber Mutz, der Herzkasper
wäre vorprogrammiert! Da ich ja nun hier sitze, ist anzunehmen, das wir
es geschafft haben, ja, aber danach kam dann noch so eine Stelle, da
diente ein Seil voller Knoten als Leiterersatz um nach unten zu kommen,
ging aber besser als waagerecht über dem Abgrund! Was tut man nicht
alles für 4 Fische in eine Felswand gekritzelt!
Konnten die sich vor 5000 Jahren nicht bessere Plätze raussuchen? Aber
die Fische waren gut zu erkennen und wir mussten nun den selben Weg
zurück!! Danach führte ein weiterer Weg noch steiler zu einer Felswand,
in der man, bei genauem Hinsehen, so etwas wie Hirsche oder Elche er-
kennen konnte. Aber die waren nur ohne farbliche Kontraste, also wirk-
lich schwer zu sehen. Allerdings der Blick aus den Steilhängen auf
den Fjord-gigantisch! Die Mühen haben sich allemal gelohnt.
Wir besuchten als nächstes die Kirche mit den Malereien aus dem Mittel-
alter. Rund um die Kirche fand sich keine offene Tür, als die der
Sakristei. Wir also reingeschlüpft, vorbei an Messwein, Kerzen und Talar,
und durch die kleine Pforte in die Kirche. Leider waren die Zeichnungen
schlecht erhalten und über die meisten haben sie riesige Götzengemälde
gehängt, schade!
Wir setzten unserer Fahrt in Richtung Kristiansund fort und da das Wetter
wieder sonnig war, beschlossen wir, uns aber hier nicht aufzuhalten,
sondern mit der Fähre auf eine Insel überzusetzen, wo der berühmte
Atlantikweg beginnt. Natürlich kamen die Wolken, die hingen über den
Bergen links und über dem Atlantik rechts war es blau, wir hatten also
doch etwas Glück. Der Atlantikweg an sich ist eine Strasse, die 2 Inseln
verbindet, und zwar in dem sie von Schäre zu Schäre übers Wasser geführt
wird. Und das in wirklich spektakulärer Brückenführung. Wir fuhren die
Küste entlang bis zu einem kleinen Fischerdorf namens Bud. Die Hütten-
preise ziemlich hoch, aber wir fanden eine schnuckelige Hütte, fast
ein Haus, genau am Atlantik, mit allem drum und dran, zur Abwechslung
mal ein eigenes Bad und ein „eigenes Haustier“ (Fuchs), der war nicht
wirklich wild, lief einem hinterher wie ein Hund, ist es wohl gewohnt
von den Urlaubern die Fischreste zu bekommen.
Der Blick sensationell auf das Meer mit der Schärenküste, so saßen wir
gestern abend hier, im Kamin brannte das Feuer, der CD-Player spielte
norwegische Schmalzmusik und wir aßen Lomper. Ich denke es fehlte nur
noch der geangelte Lachs und der Norwegerpulli und die hätten uns sofort
eingebürgert! Die Stille wird hier nur durch einige Schreie der Möwen
und von Kay aus der Küche (kleiner Scherz!)unterbrochen, der mir heute
das Frühstück kredenzen wird, na, da bin ich ja mal gespannt. Ich möchte
nämlich gar nicht gerne von meinem Fensterplätzchen weg, es ist so
friedlich hier.
Folglich heute nun der 1.9.07, oh je, September klingt so wie gleich
wieder nach Hause zu müssen. Nachdem Hrn. Reineke eine Dose Jagdwurst
zum Frühstück gefüttert wurde, fuhren wir von Bud die Küste entlang
bis zu den ersten Fjorden bei Molde. Das Bergmassiv gigantisch, viele
der Berge schneebedeckt. Wir genehmigten uns einen Blick vom Hausberg
auf Molde und die tolle Kulisse. Das Klima durch den Golfstrom hier
wesentlich milder, der Gradzahlenwert trotzdem nur 12°C, aber Fühl-
temperatur viel höher, da sehr sonnig. Auf dem Markt in Molde gab es
einen Stand mit allen Beeren, Blaubeeren z.B. 8 EUR/kg. Ja, das mit den
Preisen ist hier so eine Sache, der Liter Diesel zw.1,33 und 1,40 EUR,
viel Geld verschlingen auch die Mautzahlungen und die Fähren.
Aber weiter zu gestern. Wir kamen an etlichen Fjorden vorbei, besuchten
eine alte Stabkirche und schließlich landeten wir in Andalsnes. Das
Wetter super, so daß wir uns entschlossen hier zu zelten. Unser Platz am
Fuße eines Berges und rundherum alles schneebedeckte Berge, es ist so
traumhaft schön, nicht zu fassen. Die Sonne schien herrlich bis 20 Uhr,
es stimmt somit auch nicht, das es um diese Jahreszeit hier oben ab
19 Uhr dunkel ist, frühestens 22 Uhr setzt die Dunkelheit ein. Wir
spielten Romme und verschwanden dann in unserer warmen Koje, Flies-
schlafsäcke sind eine gute Erfindung!
Heute leider Regenwetter, aber wir wollten doch die Bergkulisse des
Romsdalen und einige Wasserfälle + Steinbrücken besichtigen. An einer
abgelegenen Stelle im Wald „feuerte“ ich den Gaskocher an, während Kay
jagte, hihhi, nein, wir machten uns lecker Würstchen warm und aßen Polse
mit Lomper, norwegisches „Nationalgericht“, fanden wir aber auch sehr
gut, vor allem mit dem finnischen Senf von Jutta! Unsere Unterkunft für
heute ist wieder eine Hütte, in Björli für 31 EUR. Jetzt machen wir uns
einen kuscheligen Abend, es gibt Flätbrod mit salt smor und die Bilder
müssen übertragen werden und da das Internet hier kostenlos ist, wird
natürlich auch gleich ein langer „Bericht“ an Euch versendet, und das
Wetter nachgeguckt.

Wir grüßen alle ganz lieb und bis bald!
Jana und Kay
It’s raining…….
Gestern fuhren wir bei noch nicht weinendem Himmel von Björli zum
nächsten Norwegenhighlight, dem Trollstigen. Das ist eine Strasse,
die serpentinenartig mit 11 Haarnadelkurven an der 1000m hohen Troll-
wand entlang führt. Zum Glück konnten wir das ohne die dutzenden von
Touribussen, so wie im Sommer, erleben. Leichter Regen setzte ein,
aber es hielt sich noch in Grenzen. Oben angekommen, offenbarte sich
der Blick wie auf eine Carrerabahn. Wir mussten weiter über das
Gebirge (1500m hoch), viele Schneefelder noch an der Strasse und 4°C.
Wieder abwärts schaffte es die Sonne öfters mal die Wolken zu durch-
brechen und es bildeten sich mehrere Regenbögen. So „nah“ und groß und
komplett habe ich die noch nie gesehen. Das nächste Ziel, uns wohlbe-
kannt – der Geirangerfjord. Trotz Nieselregen war der Blick fast klarer
als 2004 im Sommer. Am Ende des Fjords lag sogar noch ein Kreuzfahrt-
schiff. Es waren alles Deutsche, die sofort die Souvenirläden stürmten
und ständig die Frage zu hören war, „nehmense auch dän Eurooo?" Aber
unser Interesse galt natürlich dem Kiosk mit dem weltbesten Eis. Was
für eine Enttäuschung ---- der Laden hat auf die handelsübliche
Kanisterware umgestellt! Was soll das denn, HEUL !!!!!! Never change a
winning tasting thing! Das gibt’s nicht, nie wieder so ein Eis, nicht
zu fassen!!!
Naja, völlig frustriert fuhren wir zur anderen Seite des Gebirges auf
Serpentinenstrassen bis hoch nach Dalsnibba. Dort wollten wir nach
unserem Steinhäufchen sehen, welches wir damals bauten und was ja
bedeutet, das man wiederkommt. Aber es zog sich so zu, voll der Nebel
und der Starkregen, so daß wir nicht bis zum Gipfel kamen oder besser,
wollten. Also weiter durch zig Tunnel (zw. 2 und 5 km Länge) bis ins
Obstanbaugebiet bei Stryn. Massig Äpfel und Birnen an den Bäumen,
soweit wir bei dem Regen sehen konnten. Wir begannen mit der Hütten-
suche und wurden auch bald fündig, eine super schöne, genau am Nord-
fjord, komplett für 50 EUR. Der Fjord nur 4 m weg, das Bergpanorama
sehr schön. Die Wolken kommen und gehen, es geht rasend schnell, wie
sich die Kulisse verändert. Wir lasen die Hüttenbücher und über
einige Einträge haben wir uns echt ausgeschüttet vor Lachen. Dann sagte
Kay, das die letzten Besucher schrieben, das sie hier Delfine gesehen
haben. WAS ??? Gleich rausgeguckt, aber „erst“ eine halbe Stunde später
schwammen 3 genau in der Mitte des Fjords vorbei. Ich würde aber, anhand
der Rückenfinne auf Schweinswale tippen, na, wer weiß.
Wir entwarfen ein Konzept für unseren Eintrag und da Kay unbedingt
Wikinger, etc. da reinkritzeln will, und die natürlich perfekt aussehen
müssen, wurde daraus eine Wissenschaft und dauerte und dauerte,…..
Heute morgen wieder Regen und wir beschlossen noch eine Nacht hier zu
bleiben, einfach zu schön. Wir wollten die Gletscher hier in der Gegend
des Jostedalsbreen abklappern, aber schon nach der ersten Wanderung,
total durchgeweicht, trotz Regensachen, entschieden wir uns doch zurück
nach Stryn zu fahren und die „Stadt“ biß’l anzusehen. Danach zurück zur
Hütte und es wird mal ausgespannt, Hüttenbuch (hoffentlich…) fertig ge-
schrieben und gespielt oder gelesen. Hat auch was positives, diese
„Zwangspause“.

Die Sonne lacht, wir haben uns auf den Weg nach Alesund gemacht…
Wieder zig Fjorde, Gebirge und Wasserfälle, so gaaanz langsam könnte
mal was anderes auftauchen, hihihi!
Obwohl wir am „Eingang“ des Geirangerfjordes, sozusagen auf der anderen
Seite von Geiranger, bei Hellesylt, wieder fantastische Blicke auf den
Fjord genossen.
In Alesund sind wir gleich wieder auf den Hausberg, um die Sicht bei dem
schönen Wetter zu genießen. Der Blick auf die Jugendstilstadt schön, die
Häuser ganz toll, architektonisch gesehen.
Die MS Bremen lag im Hafen und die Kreuzfahrer tummelten sich in der
Stadt. Aber generell hier auch schon Saisonende, mit anderen Worten:
tote Hose.
Da es nur 2 CP’s gibt, waren wir froh, eine der beiden letzten Hütten er-
gattert zu haben. Die meisten Touri’s sind Norweger selber, "wir" sind
eindeutig in der Minderheit.
Ich hatte ja gehofft, hier in der Stadt mal zum Elchessen zu kommen, aber
Pustekuchen. Bisher blieben Elch und Ren von uns verschont, wenn auch
unfreiwillig!

Also, das war’s für heute, bis zum nächsten Mal !!

Jana und Kay

Insel Runde & Co.

Ein fröhlicher Piepser an alle in der Heimat!
NORWEGEN – die Frisur sitzt - NICHT, weil wir heute eine Klippen-
wanderung zu den Vogelfelsen auf der Insel Runde gemacht haben.
Morgens waren wir noch in Alesund bei KIWI’s (Supermarkt), um eine
Chance auf das Kneippbrot zu haben, welches nämlich billig ist und
nachmittags, wenn wir mal Zeit hatten, immer schon weg war. Danach
auf einem der teuersten (für die Regierung)Verkehrswege Norwegens
von Insel zu Insel „hopsend“ bis nach Runde gefahren. Vom Camping-
platz aus kann man zu den Vogelfelsen wandern. Im Sommer gibt es
hier halt massig Vogelarten, vor allem aber die Papageientaucher.
Der Weg über Stock und Stein am Anfang ging ja noch, aber dann
wurde es feucht, denn der Weg verlief auf Torf. Die Steigungen
extrem, genau wie der Wind. Wenn Gerd mit seinem Equipment mit
gewesen wäre, wüssten wir jetzt, wie viele Höhenmeter wir bis zu
den Klippen zurücklegen mussten. Aber es sind einige, stöhn. Nach
den ersten Klippen, den Weg mehr springend, von Erikabusch zu Erika-
busch absolvierend, dachten wir schon das war’s, doch auf einmal sahen
wir unsere „Vorgänger“ noch viel weiter oben rumkraxeln. So war es dann
auch, aber wir haben es geschafft und der Blick auf die Klippen war
wunderschön. Es waren noch Dreizehenmöwen da, die der Thermik folgend an
den Klippen segelten. Im Sommer wird man natürlich durch die niedlichen
Papageientaucher entschädigt, wir sehen es eher sportlich. Der Weg nach
unten, nicht minder schwerer, da der Wind so kräftig blies, dass man
Mühe hatte auf dem schmalen Pfad, der eh nur aus Matsch bestand, zu
bleiben. Zum Schluss, als kein Weg mehr erkennbar war, „mussten“ wir uns
durch die Moorwiese schlagen und sind dabei oft tief eingesunken,
mussten leider einen Schafzaun etwas verbiegen (grins), um durchzukommen
und wieder einen Weg zurück finden. Irgendwo haben wir vielleicht was
verpasst, das wie ein Weg aussah…???? Nun gut, die Schuhe machten lustig
schwapp, schwapp, schwapp, (liegen jetzt hier auf der Heizung!) aber wir
haben es letztendlich geschafft. Fast einen Tagesmarsch haben wir daraus
gemacht, deswegen sind wir auch gleich hier in einer der Hütten ge-
blieben. Alles muss trocknen bis morgen. Allerdings werden wir einen
super schönen Muskelkater haben, jede Wette! Jedoch fühlen wir uns wohl
und haben einen schönen Blick auf das Meer an dieser so rauhen Küste.
Eigentlich warten wir noch auf Günter, eine Möwe, die hier vor den Hütten
„wohnt“ und von den Besuchern Happihappi erwartet. Bis dato ist er noch
nicht aufgetaucht, vielleicht mag er nur den Sommer, wer weiß.

Ciao bis demnächst von zu Hause !!!
Jana und Kay