Hallo, Ihr Lieben!

Viele Gruesse aus dem schoenen Canada senden Euch Jana und Kay!

 

Unser Start war ja nicht so toll, nach dem Unwetter und der Strassensperrung Richtung Flughafen mussten wir ueber riesige Umwege zu selbigem, den Taxifahrer hat es gefreut, hihihi!!

Auf dem Flughafen das totale Chaos, tausende Leute, die noch von morgens da waren, deren Fluege alle annulliert wurden. Am Check In - Schalter der LH standen wir dann 1,5 Stunden, der Wahnsinn! 10 min bevor die Maschine starten sollte waren wir am Gate! Noch nie vorgekommen, geht aber auch! Leider kam dann der naechste Riesenschauer und wir starteten mit 1,5 h Verspaetung, naja! Der Flieger aufgrund fehlender Passagiere, die nicht nach FRA kamen, nicht voll, wir hatten dann jeder 2 Sitze zur Verfuegung, gut fuer die Beine und zum Schlafen. Also der war Flug super, das Personal erstaunlich freundlich und aufmerksam, bin von der LH echt ueberrascht!

Die Verspaetung hatten wir auch noch in Vancouver, war aber nicht so schlimm, das Schlimme passierte erst, als das ganze Gepaeck auf dem Band dem Ende zuging und einer unserer Rucksaecke fehlte, ausgerechnet der etwas wichtigere! Panik brach aus und die naechsten 2 Stunden verbrachten wir am Schalter fuer verloren gegangenes Gepaeck, denn wir waren nicht die einzigsten! Als wir dran waren, sagten die schon, das es nicht in

Timbuktu, oder sonst wo ist, sondern noch in FRA und morgen mit dem Flieger nach kommt. Okay, wir sollten trotzdem unsere Tour auf Vancouver Island starten, sie wuerden es uns in das Motel da bringen. Wir bekamen jeder ein Ueberlebensset, mit allem wichtigen, vom T-shirt, Waschmittel bis zum Deo und 100 Dollar als Entschaedigung. 18 Uhr konnten wir endlich unser Auto holen (uebrigens ein schwarzer Chevrolet), uns blieb also nur noch die letzte Faehre nach Vancouver Island um 21 Uhr. Ich munter drauf los gefahren, aber wie schon damals bei meiner Reise in Canada sind die Ampelschaltungen etwas gewoehnungsbeduerftig und auch die Ausfahrten, etc. etwas unuebersichtlich, sodass wir oefters falsch fuhren und auch von einem Busfahrer mal Schuetzenhilfe brauchten...

irgendwann hatten wir es geschafft zur Faehre zu kommen. Mittlerweile erlebten wir den 21.6.07 zum 2.Mal, wegen der Zeitverschiebung!

Am Faehrterminal angekommen, Kay schlief schon dauern ein, dachte ich, ich raeume mal im Kofferraum ein bisschen auf, der liess sich nur mit dem Schluessel oeffnen, okay, also Schluessel drin abgelegt, rumgegruschtelt, Klappe zu – Schluessel drin ! Panik!!!!!!! Kein Knopf im Inneren zu finden, um den Kofferraum zu oeffnen, uebrigens Kay war sofort wieder hellwach! Noch 30min bis zur Abfahrt, Kay rannte zum Terminalpersonal, aber die hatten wenig Hoffnung, denn hier bei den Autos geht auch keine Rueckbank zum umklappen. Aber letztendlich fand einer von denen einen Oeffnungsknopf! Total versteckt, haette ich bestimmt nie gefunden.

Ich glaube, das war genug Trouble fuer einen/zwei Tag/e !

Kurz vor Mitternacht waren wir dann endlich im Motel in Victoria. Noch geduscht und dann tot in’s Bett gefallen.

Am nächsten Tag Stadtbummel in Victoria, unsere ersten Totempfaehle

bestaunt und den Startpunkt des Trans Canada Highways (Mile 0) gefunden, ab hier zieht er sich 7400 km durch ganz Canada.

Dann noch durch die wunderschoenen Vororte getingelt und eine traumhafte und riesige Gartenanlage (Butchart Gardens) besucht, ich habe noch nie soviel verschiedenen Rittersporn gesehen!

Weiter auf dem Hwy nach Duncan, Stadt der Cowichan Indianer, wir haben deren Kulturzentrum besucht und weitere Totempfaehle gesehen.

Naechster Stopp Chemainus, bekannt durch die riesigen Wandgemaelde. Jede verfuegbare Hauswand wurde mit Bildern der Canadischen Geschichte bemalt, war wirklich toll!!!

Abends im Motel rief der Flughafen an, das Gepaeck ist hier auf der Insel am Flughafen in Nanaimo und koennte heute (23.6.) morgens gebracht werden, aber da wir eh heute da lang fuhren, haben wir es abgeholt, na Gott sei Dank!!!!

Also heute auf dem Weg gen Westen - Natur pur, durch Waelder mit riesigen Douglasien und Zedern gewandelt, Wasserfaelle besucht und Felsmalereien der Urindianer besichtigt (10000 J.alt).

Dann weiter bis hierhin zur Westkueste, nach Ucluelet, alles nur Wildnis, und jetzt kommt’s, 5m neben uns an einer Boeschung unser 1. Schwarzbaer!!! Bin bald ausgeflippt, Fotosalven ueber Fotosalven musste er sich gefallen lassen, bin fertig!!!! Ein Grass fressender Baer!!!

Morgen Wal und Baerentour, mal sehen, ob das viele Fotomotive gibt!

 

Uns geht es gut, Wetter meistens sonnig, ab und zu Schauer, Hauptsache morgen ist es okay!!!

 

Halbe Stunde ist rum, bis bald und liebe Gruesse!!!

 

Jana und Kay

VANCOUVER ISLAND

 

Victoria - Ucluelet

Hello from Canada again!

Eine kleine Anmerkung noch zum Autofahren, natuerlich war nur die erste halbe Stunde in Vancouver etwas chaotisch, danach war es, als waere ich nie woanders gefahren --- nur zur Beruhigung!

Jetzt zurueck zur Tour an der Westkueste in Ucluelet.

Ueber den Erfolg unserer Waltour breiten wir, wie eigentlich immer, den Mantel des Schweigens....

Aber auf unserer Baerentour, bei der wir ganz allein mit dem Guide waren, sahen wir eine Baerenmutter mit ihren beiden Jungtieren, ca. 2 Monate alt. Sie suchten an einem Steinstrand nach Krabben, d.h. sie rollte die großen Steine weg und fand hoffentlich ihre Krabben. Die Kleinen tapsten wie in jedem Tierfilm zu sehen, wackelig hinter ihr her! Suessssss! Desweiteren sahen wir viele Seeadler. Wir erzaehlten dem Guide, wie wir uns tierisch ueber den ersten Seeadler freuten, den wir gestern sahen und hier gibt es Hunderte. Er hat sich schief gelacht und uns gesagt, das es allein an einem Strand bis zu 300 von Ihnen gibt. Tja, Touri’s halt!

Gestern(25.6.) fuhren wir quer ueber die Insel, besuchten Wasserfaelle und den Strathcona NP, liefen Trails durch die Wildnis, bei herrlichstem Wetter. Natur pur!

Bis zum Abend gings den Hwy gen Norden, bis in die endlose Wildnis. Wir sind in Sayward, ein Motelpark, ein Laden mit 2 Zapfsaeulen aus den 50iger Jahren (Westernromantik), sonst nix. Eine der Zapfsaeulen war defekt und mit einem Schild: „Sorry, pump broken“ versehen. Das war einfach so niedlich, das wir uns bogen vor Lachen. Hier ist die Zeit irgendwie stehen geblieben, voll romantisch. Nur Wald und Berge und Seen. Herrlich, diese Stille!

Eigentlich sollten hier laut Reiseführer auch Orcatouren angeboten werden, dewegen hatte ich hier 2 Übernachtungen gebucht. Aber leider hat der Typ seinen Laden dicht gemacht.

Also fuhren wir 140km bis zum naechst möglichen Startpunkt für Waltouren, nach Telegraph Cove. Auf dem Weg dahin kreuzte wieder ein Baer unseren Weg.

Vollbremsung war angesagt, fuer Fotos reicht die Zeit meistens, zum filmen nicht, schnell sind sie wieder im Wald verschwunden.

Bei nicht so tollem Wetter startete die Orcatour, gleich zu Beginn sahen wir 2 Buckelwale, Mutter mit Kalb. Das ist hier auf der Ostseite, in der Johnston Strait anscheinend eine Attraktion, die Guides und die Wissenschaftler waren ausser sich. Ein gutes Zeichen, dass es viel Fisch gibt. Normalerweise würde eine Mutter mit Kalb wegen der Orcas auch nicht hierher kommen, aber da die Orcas aufgrund des bislang kalten Sommers nicht da sind, nutzt sie die Gunst der Stunde. Vorallem hat man die beiden Wale echt im Unterwassermikrofon singen gehoert, war schon geil!

Wieder viele Seeadler und einen Seeotter gesehen. Bisher haben wir noch nie einen Seeotter gesehen, aber die sind soooo putzig! Er hatte sich ein „Bett“ an der Oberfläche eines Kelbwaldes bebastelt und putze sich und genoß das Dösen! Ich habe einen neuen Liebling!!!!

Am naechsten Tag war Erholung angesagt und das Auskurieren unserer Erkältungen. Hat ganz gut geklappt, es geht uns gut.

Am 28.6.07 nochmals ein Versuch in Telegraph Cove, wieder "unsere" beiden Buckelwale gesehen, diesmal ist die Mutter richtig gesprungen, echt cool! Das Boot wurde auch kurzfristig von Delfinen begleitet, die in der Bugwelle surften.

Abends weiter nach Port Hardy, nördlichste Spitze von Vancouver Island. Ab hier geht morgen früh die Faehre durch die Inside Passage auf das Festland nach Prince Rupert.

Viele liebe Gruesse

Jana und Kay

VANCOUVER ISLAND

 

Ucluelet - Port Hardy

Inside Passage

Hello from Canada !

 

Mittlerweile sind wir auf dem Festland von British Columbia.

Die 15 stuendige Faehrfahrt durch die Insellandschaft der Inside Passage war beeindruckend, eben Natur pur. Das uns allerdings Wale und Delfine ständig begleiten wuerden, war bis auf eine Ausnahme, nur ein Versprechen des Werbeprospektes.

Auf dem Schiff unser Fruehstueck und Mittagessen aus mitgebrachten Sachen gestaltet, war lustig und typisch Rucksacktourist!

Zum Dinner leisteten wir uns zwei Gerichte, Lachs und Huehnchen.

Die meiste Zeit verbrachten wir auf den Außendecks zum Fotografieren.

22.30 Uhr erreichten wir den Hafen von Prince Rupert. Schnell ins Motel und geschlafen.

 

See you later!

Jana und Kay

British Columbia / ALBERTA

 

Prince Rupert Jasper NP

Hi!

Am nächsten Morgen früh raus, denn vor uns lag die längste Etappe unserer Tour, über 800 km bis Prince George.

Wir folgten einfach dem Yellowhead Hwy. (Nr.16)

Kurz nach Prince Rupert, im Morgengrauen, bei absoluter Stille, fantastische Bilder am Diana Lake gemacht. Irre Stimmung und Spiegelungen!!!!!!!

Einen Stopp legten wir auch in Hazelton ein, eine Indianerstadt, die wie ausgestorben wirkte.

Nur der etwas rege Verkehr am Liquorstore ließ uns ahnen, dass hier noch gewohnt wird.

Wir besuchten auch das kleine, von Indianern geführte Museum.

Nach etlichen Fotostopps kamen wir abends in Prince George an. Das Motel leider ohne Kochgelegenheit, also aus Zeitmangel ins nächste Restaurant getappt, „White Spot“, eine Kette in Canada.

Hier speisen eher die Kanadier als die Touristen und ehrlich gesagt, ich werde es auch nicht wieder tun. Ich wollte ja was gesundes oder kalorienarmes, also nahm ich Truthahn natur mit Spargel und gebackenen Kartoffeln mit Cranberriesosse. Also die Kartoffeln ungenießbar bis eklig, ebenso die Sosse, weit von der Cranberrie entfernt. Truthahn und Spargel gingen. Kay hat gleich Fish & Chips gegessen, war okay.

Unser einzigstes „traditionelles“ Essen in Canada, McDonald & Co. standen auch nicht auf dem Plan.

Okay, wir also wieder tot ins Bett gefallen, am nächsten Morgen sollte es in den Jasper NP gehen.

Wir schreiben den 01.07.07, CANADA DAY !

Weiter auf dem Hwy. Nr. 16, in den kleineren Orten am Hwy. alles geschmückt.

In McBride wollten wir in einem Bibersumpfgebiet wandern, was aber dank fehlender Beschilderung und der Abwesenheit des Infozentrums, obwohl das Schild noch existierte, ausfiel. Aber dann fuhr ein Polizeiauto vor und der Polizist stieg in kompletter Mounties Uniform aus. Eine Anfrage nach einem Foto lehnte er nicht ab und so machten wir eins mit uns und eins mit ihm vor den Bergen. Wir hatten Spaß und fanden es cool.

Das Wetter schön, wie bestellt zum Feiertag.

Am Eingang des Jasper NP steht ein Mauthäuschen, pro Nacht kostet der Aufenthalt in den doch zusammenhängenden NP’s 18 Can.$, und weil Canada Day war, wurde uns eine Nacht erlassen, so sind sie die Canadier, in D doch undenkbar!!!!!!!

Hier liessen wir auch British Columbia hinter uns und „wechselten“ nach Alberta, mit einer Stunde Zeitunterschied.

Als erstes Highlight, abgesehen von den vielen Fotostopps an Creeks, Wasserfällen, etc., war der Mt. Robson NP. Der Mt. Robson (3954 m) ist der höchste Berg in den canadischen Rockies. Schneebedeckter Gipfel bei herrlichstem Sonnenschein, wunderbar!

Dann statteten wir verschiedenen Seen einen Besuch ab, z. Bsp. dem  Maligne Lake. Schon die Strecke dahin war unbeschreiblich traumhaft, die Berge mit den Hemlocktannen im Vordergrund, die Flußcreeks, das ganze Panorama – absolut genial !

Wir sind kurze Trails zu Wasserfällen gelaufen, Natur pur, fast keine Touri’s.

Dickhornschafe mitten auf dem Hwy. keine Seltenheit.

Später sind wir noch zum Pyramid Lake gefahren, alle  Seen super türkis, mal heller, mal dunkler, wunderschön!

An diesem See wollten 3 coole Typen, hastewas-kannstewas, Kanu fahren. Voller Selbstbewusstsein eingestiegen, aber nach 2 Metern war Schluss und alle plumpsten ins Wasser, wir haben uns gebogen vor Lachen.

Gegen Abend suchten wir unser Quartier auf, keiner zu Hause, aber am Brett stand eine Nachricht für uns, das Zimmer ist fertig und befindet sich da und da. Wir also ausgepackt und losgezogen, um in Jasper essen zu gehen. Jasper und Banff sind die einzigsten Ansiedlungen in den NP’s, dementsprechend war auch der Andrang. Alle Touri’s und Einheimische treffen sich hier. Wir sind dann chinesisch essen gegangen, aber es war das schlimmste, was ich in dieser Richtung jemals gegessen habe, die waren komplett überfordert, die Nudeln noch roh, haben wir zurückgehen lassen, das andere auch nicht geschmackvoll. Eine Enttäuschung.

Noch schön Souvenirs eingekauft und zurück ins „Motel“. Die Besitzer waren feiern und so haben wir den Kindern das Geld gegeben und sind wie immer ins Bett gefallen.

Unsere Gastgeber lernten wir nie kennen.

Banff NP

Yoho NP

Vancouver Aquarium und Orca „safari“